4 Gedanken zu “Interview mit einer Ex-Veganerin

  1. Spontan denke ich: naja, die Fleischindustrie muss ja irgendwie „gegensteuern“ gegen den Trend zu mehr bewusstem Umgang mit sich und seinen Mitwesen. Ich bin mir natürlich nicht sicher, ob die Dame „gekauft“ ist, aber wenn ich mir vorstelle eine Leber – egal von wem – essen zu müssen, wird mir einfach nur übel!! Die Frau war nicht aus Überzeugung oder Tierliebe Veganerin, das macht wohl den Unterschied. Mir würde allein mein Gewissen schon einen Strich durch die Rechnung machen!
    Wenn man die ganze Zeit das Gefühl hat auf etwas Verzichten zu müssen, kommt wahrscheinlich auch ein „Mangelgedanke“ im Körper an?! Ich ernähre mich seit fast 10 Jahren vegan und ich bin gesundheitlich und energetisch top fit, meine Blutwerte sind 1a … im Gegensatz zu vorher. Fakt ist: vegane Ernährung bring die Menschen zu ihrer ursprünglichen Lebensweise zurück und ist somit meiner Meinung nach am gesündesten für den uns. LG Britta

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  2. Ich denke, am Beispiel dieser Dame sieht man sehr schön, dass jeder halt eine individuelle Ernährung braucht. Sie hatte da ja anscheinend immer schon Probleme, also ist es halt ein spezieller Fall. Generell gehört für mich persönlich zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung Fleisch dazu, aber ganz wichtig: aus guter Haltung (also wenn man weiß, wo’s herkommt) und in Maßen (!) nicht in Massen. Ich selbst esse ca. ein bis zwei mal die Woche höchstens Fleisch, das reicht mir locker, aber wie gesagt, für mich gehört es dazu. Wenn jemand lieber vegetarisch oder vegan lebt und es ihm gut tut, dann ist das genauso OK. Hauptsache der Körper bekommt alle benötigten Nährstoffe und das möglichst nicht über irgendwelche zusätzlichen Tabletten, denn das ist ja dann auch nicht Sinn einer gesunden Ernährung… 🙂 Viele Grüße!

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  3. Wenn jemand so lange vegan gelebt hat, sollte er/sie eigentlich wissen dass B12 aus Bakterien kommt, die auf der Erde leben und von Tieren wie auch Menschen bei einer gesunden Ernährung aufgenommen werden kann. Wer kein frisch gepflücktes Gemüse isst, kann mit B12 Tabletten oder angereicherten Lebensmitteln nachhelfen und zwar wenn er sich für eine pflanzliche Ernährung entscheidet und nicht erst Jahre später. Ein Fun fact ist auch, dass viele Omnivoren an B12 Mangel leiden, es nur nicht so systematisch abgecheckt und in der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird.

    Auch finde ich es unsinn, dass Tofu und andere Sojaprodukte zu einer veganen Ernährung gehören müssen. Ich bin seit drei Jahren vegan und esse sehr selten (allerhöchstens 1 mal die Woche) Sojaprodukte, denn sie sind bis auf gekochte Sojabohnen selbst, stark verarbeitete Lebensmittel und sollten nicht auf unserem alltäglichen Speiseplan stehen. Wie wäre es zum Beispiel mit Hülsenfrüchten für eine gute Eisen-, Kalzium- und Proteinzufuhr?

    Viele Menschen auf dieser Welt essen aus Tradition, Religion oder Geldmangel keine Tierprodukte. Menschen haben sicher nicht „schon immer“ und überall Fleisch gegessen. Zudem haben wir heutzutage in Deutschland die Wahl uns das ganze Jahr über pflanzlich zu ernähren, was früher ohne Kühlschrank und Globalisierung in unseren Breitengraden kaum möglich war.

    Mich würde mal interessieren welche Nährstoffe ein Mensch nicht aus Pflanzen bekommen sollte, dafür aus Tierprodukten? Diese Frage konnte mir bis jetzt noch niemand beantworten.

    Im Interview erscheint mir die Dame doch recht wenig informiert über gesundes Essen und Verdauung und ich finde es schade, dass sie ihre persönliche Mangelernährung auf den veganen Lebensstil an sich überträgt. Ja, jeder Körper reagiert unterschiedlich auf Sachen, aber eine gut durchgeführte, abwechslungsreiche vegane Ernährung ist durchaus für jeden geeignet, der die Möglichkeit dazu hat, das ganze Jahr über pflanzliche Produkte zu beziehen.

    LG ~Anne

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  4. Auf Facebook hat die Vegane Gesellschaft Deutschland auf ihrer Seite eine Stellungnahme zu dem Interview gepostet. Sehr interessant wie ich finde. Originalton:

    „kleine stellungnahme zu einem unsinnigen propaganda-artikel.

    1.) die interviewte dame hat sich zwar offenbar vegan ernährt, eine veganerin aber war sie nie. denn vegan ist ein klar aus ethischen motiven heraus entwickelter begriff. wer ihn alleine für gesundheitsegoistische motive missbraucht, hat den begriff nur gekapert. dass solche leute rückfällig werden, ist kein wunder.

    2.) wer sich überwiegend durch getreide ernährt (die dame war makrobiotikern), kann mit oder ohne fleisch verdauungsprobleme bekommen. mit veganer ernährung hat das gar nichts zu tun.

    3.) die tatsache, dass das interview zur zeit von dutzenden medien nachgedruckt wird zeigt, dass es es eine funktion hat: die vegane ernährung zu diskreditieren.

    4.) das stichtwort »weston-price« verrät offenbar den hintergrund der propaganda. hinter der pro-kuhmilch-organisation verbirgt sich eine aggressive tarn- und frontorganisation der us-amerikanischen milchlobby, die mit millionengeldern subventioniert wird und seit vielen jahren dumpfe hetze gegen vegan verbreitet.

    5.) da tierprotein nachweislich krebs, adipositas, koronare herzerkrankungen und andere zivilisationskrankheiten begünstigt, sind derartige berichte aus unserer sicht völlig verantwortungslos. wir vermuten, dass sie diejenigen besänftigen sollen, die bereits überlegen, auch vegan zu leben.

    unser vorschlag: probiert vegan selbst aus.“

    Nachzulesen auf Facebook: https://www.facebook.com/veganegesellschaft?fref=nf

    Homepage von der Veganen Gesellschaft Deutschland: http://www.vegane-gesellschaft.org

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