Carpe diem und das süße Nichts tun

Heute haben meine Mädchen und ich einen Leerlauftag. Keine Termine, zu denen wir hetzen müssen. Keine Einkäufe, bei denen sich meine zwei in Sekundenschnelle in Luft auflösen und in den Gängen verschwinden. Keine Erledigungen sind zu machen.

Auf der To-Do-Liste würde trotzdem so was stehen wie „Staubsaugen“ oder „Wäsche zusammen legen“. Nur gut, dass ich keine To-Do-Liste besitze. Es kommt doch eh 1. immer anders und 2. als man denkt 😉 Die Wäsche wird nicht versauern, wenn sie erst einen Tag später zusammen gelegt wird, und die Schmutzbrocken vom gestrigen Spielplatzbesuch sind garantiert morgen auch noch da 😉

Ich wage es sogar zu behaupten, dass man dem Haushalt eh nicht so einen großen Stellenwert im Leben einräumen sollte. Was habe ich davon, wenn ich unser Heim jeden Tag von oben bis unten putze und aufräume? Mit kleinen Kindern? Genau. NICHTS! Ich sage ja nicht, dass man im Dreck leben und den Pilzen beim Sprießen zu schauen sollte. Tun wir auch nicht. Nur ist es eben nicht porentief sauber und das ist auch gut so. Sonst hätten meine Mädchen gar keine Abwehrkräfte 😉

Ich muss beim Schreiben grad laut auflachen, weil ich an meine Ronja Räubertochter denke. Wenn die unterm Esstisch schon wieder einen „Keine-Ahnung-was-für-einen-Krümmel“ findet und sich den genüßlich in den Mund steckt. Ich hake vorsichtig nach: „Was hast Du unterm Tisch schon wieder zum Essen gefunden?“ und sie nur antwortet: „Hmm yummi!“ Hihihihi …. typisch. Da kann es mich schütteln wie es will. Die Tatsache bleibt bestehen, dass Ronja Räubertochter die Robusteste von uns dreien ist.

Heute also zelebrieren wir das süße Nichts tun. Meine Mädchen haben mir heute Morgen schon prophezeit: „Mama, heute nach dem Kindergarten spielen wir ganz lange blinde Kuh! Das hast Du uns gestern Abend vor dem Schlafen gehen versprochen!“ +puuh+ Die haben echt ein Elefantengedächnis und das in dem Alter!

Blinde Kuh

Ich gestehe, das Spiel habe ich einfach mal so getauft, weil mir nichts Passenderes dazu eingefallen ist.

Und das geht so:

Einem von uns werden die Augen verbunden. Dann geht man auf alle Viere, dreht sich fünf Mal im Kreis und zählt dabei laut mit. Die anderen nehmen Abstand und verhalten sich still. Dann geht es los. Klaro musste Mami zig Male die „blinde Kuh“ sein. Ich hatte bereits nach dem ersten Mal herum drehen schon einen Schwindelanfall!

Oh mei, haben die Mädchen gekreischt, gekichert und gelacht. Ich habe mich auch fast nicht mehr eingekriegt, vor allem als eine von meinen Mädels dann auch noch beim Suchen mit der Stirn leicht gegen den Bettrahmen gestoßen ist. Ziel des Spiels ist, einer der herum laufenden und gackernden Personen zu fassen zu bekommen und nicht mehr auszulassen. Dann ist der Gefangene die blinde Kuh.

Ein schönes Spiel bei so einem kaltnassen und windigem Wetter, wie wir es hier seit zwei Tagen haben. Das Tollste daran ist, man braucht nur einen Kinderschlauchschal, den man sich um die Augen wickelt. Fertig. Wie so was Einfaches doch so viel Freude bereiten kann. Und weil wir uns gestern Abend vor dem Schlafen gehen so scheckig gelacht haben, verlangen meine Mädchen heute natürlich wieder nach diesem Spiel.

Später, wenn wir uns ausgetobt haben und hungrig sind, lasse ich den Backofen werkeln. Es darf auch mal Tiefkühlkost sein. Das ist erlaubt. Behaupte ich einfach mal. Auch Mutti möchte das süße Nichts tun ausgiebig genießen.

In diesem Sinne: Carpe diem 🙂

 

 

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