Unser Leben in Wien

Seit unserem Umzug nach Wien ist schon ein halbes Jahr vergangen. Ich kann nicht erklären, wo die Zeit hin ist, aber ich kann Euch von unserem Leben in Wien erzählen und ein paar Fotos zeigen 🙂

In Schlumpfhausen lebt doch Gargamel

Es ist sehr schade, dass die erste private Kindergruppe sich als ein großer Griff ins Klo entpuppte. Ein sehr teurer noch dazu, muss ich dazu sagen. Anfangs schien alles gut. Die Erzieher machten einen vernünftigen Eindruck. Wir gewöhnten langsam ein. Die Kinder gingen gern hin.

Und dann kam alles anders.

Ronja Räubertochter verweigerte den Kindergarten. Sie stemmte sich buchstäblich mit beiden Beinen fest in den Boden und wollte keinen Millimeter mehr weit laufen. Sie war völlig aufgelöst und tränenüberströmt. Das ging tagelang so.

Nach allem, was wir gemeinsam schon durchgestanden hatten, war ich nicht mal überrascht. Mir war klar, dass all die Veränderung irgendwann Wellen schlagen würden. Nur, dann gesellte sich kurz darauf auch Pippi Langstrumpf dazu und das war mehr als untypisch. Auf Tsunami war ich nicht eingestellt. Ihr Verhalten war für mich sehr besorgniserregend und machte mich stutzig. Behutsam tastete ich mich voran, was beide denn so sehr bedrückte und konnte gar nicht glauben, was sie mir erzählten.

Ich bin noch von unserem Kindergarten in Deutschland verwöhnt und war so naiv zu glauben, dass es überall so laufen müsste. Pah! Weit gefehlt! In diesem Schlumpfhausen lebt Gargamel! Und genau solche Methoden herrschen dort auch. Wenn du brav folgst, bist du gut. Alle anderen sind es nicht und werden bestraft. Ich erspare Euch die schmutzigen Details.

Fakt ist, dass ich meine Kinder von jetzt auf gleich aus der Gruppe heraus genommen habe. Als ich den Mädchen sagte, dass sie nie wieder dorthin müssten, sind sie mir vor Erleichterung um den Hals gefallen und haben Jubelschreie los gelassen.

Den Rest des Sommers hatten sie Zeit, sich zu erholen und wieder zu erden. Seit September besuchen meine Mädchen eine Montessori-Kindergruppe. Das hatte sich durch Zufall ergeben und hätte passender für meine beiden nicht sein können. Die Mädels sind dort von in der Früh bis am Nachmittag und wollen gar nicht mehr weg. Ich find, dass es genauso sein muss 🙂

Unsere Hotspots 

Das Schmetterlingshaus

Für kaltes Regenwetter können wir einen Besuch im Schmetterlingshaus am Josefsplatz empfehlen. Der Eintritt kostet für einen Erwachsenen 6,50 EUR und pro Kind ab 3 Jahren 3,50 EUR. Das Haus an sich haben wir leider als klein empfunden. Dennoch lohnt sich das Vorbeischauen. Es ist der Wahnsinn, wie viele verschiedene Schmetterlingsarten es gibt. Außerdem ließen sich die kleinen Tierchen sogar auf den Fingern nieder (was gar nicht gern gesehen wird ;-)) Ich hab Tante Google immer noch nicht nach den einzelnen Exemplaren befragt. Meine Mädchen waren total verzückt und auch ich habe nicht schlecht gestaunt, wie schwer zum Beispiel der blauschwarze Schmetterling auf der Hand war!

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Spielplätze

Es gibt ur viele schöne Spielplätze in Wien & Umgebung, die wir für uns entdeckt haben. Von Himmelsschaukeln, großen Klettergerüsten, integriertem Streichelzoo bis hin zu Wasserspielen war alles vertreten. So sind viele schöne Stunden vergangen.

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Der Garten und der Freak

In den Sommermonaten hat uns der Garten von früh bis spät zum Werkeln und Verweilen eingeladen. Ich bin regelrecht zum Freak mutiert und habe mich dort verausgabt. Meine Mädchen und ich waren noch nie so dreckig und so wenig krank +thihihihii+

Im Garten gibt es lauter kleine Triebe von den Hibiskussträuchern. Erst habe ich eine breite Reihe des Gartens am Zaun entlang umgegraben und dann die kleinen Pflänzchen eingesetzt und mit Samen für Gräser, Sträucher und Wildblüten versehen. Das nächste Projekt war dann, einen Hibiskusstrauch umzupflanzen. Der ist mir immer noch beleidigt 😉 Ich muss sehen, was der Frühling bringt.

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Dann kamen die Fliedersträucher dran. Die mussten zurück geschnitten und in Form gebracht werden. Grundsätzlich habe ich alle Sträucher gestutzt und stachelige Pflanzen entfernt.

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Meiner großen Leidenschaft als Paradeiser/Tomatentante bin ich natürlich auch nachgegangen. Wir haben viele Früchte ernten können, jedoch waren die Kinder meist schneller als wir 😉

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Gegen Ende des Sommers habe ich ein kleines Blumenkästchen besorgt, worin ich verschiedene Salatsamen gesät oder wie am Bild zu sehen, ein Rucolapflänzchen eingesetzt habe. Ur lecker!

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Außerdem wollte ich gern mal sehen, was ich noch im Herbst aus dem Garten holen kann und besorgte kurzerhand ein paar Samen oder kleine Pflänzchen, zum Beispiel Karfiol/Blumenkohl, Stangen- und Knollensellerie, Karotten, Mangold, Spinat und Herbsterdbeeren (ja, wirklich!)

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Daneben habe ich noch neue Herbstblumen besorgt, die den Garten ein wenig bunter machen 🙂

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Der verwilderte Vorgarten wurde von mir/uns auch auf Vordermann gebracht..

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Wir sind immer wieder mal zu Besuch in meinem absoluten Traum von einem Gemüsegarten. Dort wuchs sogar Kukuruz/Mais! Ich durfte unter anderem Paradeiser/Tomaten und Gurken ernten (und naschen ;)) und half dabei, zwei Reihen Erdäpfel/Kartoffeln auszugraben. Die anderen haben Kirschen und Brombeeren gesammelt, aus denen wir dann Leckereien kreierten.

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Der Kirschkuchen war im übrigen besonders schlimm. Er war nicht einmal richtig abgekühlt, da viel die Meute über ihn her. Leider muss ich Euch mitteilen, dass er es nicht überlebte. Ich wurde dazu angehalten ihn noch mindestens zweimal nach zu backen, aber auch diese Exemplare schafften es nicht +lach+

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Feste feiern

Meine Mädchen und ich haben dieses Jahr unsere Geburtstage in Wien gefeiert. Es war das erste Mal, dass meine Kinder meinen besonderen Tag so richtig wahrgenommen haben. Sie haben mir sogar heimlich im Kindergarten Geschenke gebastelt. Ich war so gerührt ❤

Zu guter Letzt darf ich Euch den pelzigen Zuwachs unserer Freunde vorstellen: Momo. Sie wurde Mitte April geboren und ist jetzt sieben Monate. Wir hatten noch nie einen Vierbeiner als Familienmitglied, daher ist es für die Mädchen und mich umso spannender, Momo und auch den Kater Rufus jeden Tag um uns zu haben.

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So viel erst mal zu uns. Es wird sich noch viel tun, also werde ich sicher bald wieder etwas zu berichten haben 🙂

 

Lasst es Euch gut gehen,

Paula

 

 

 

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