Es herbselt im Garten

Auf Instagram habe ich Euch schon an meinen Gartenexperimenten teilhaben lassen. Darin habe ich in Fotos dokumentiert, wie ich im Spätsommer oder Frühherbst diverses Wurzelgemüse eingepflanzt habe, wie zum Beispiel Karfiol/Blumenkohl, Mangold, Spinat, Karotten oder Sellerie.

Heute wollte ich mal nachsehen, was aus dem Gemüse geworden ist. Es ist ein sonniger, eiskalter Spätherbsttag. Ich hab Gartenhandschuhe, eine dicke Jacke und Schuhe sowie eine Mütze an. Bewaffnet mit einem Holzkorb bin ich zur Tat geschritten. Momo blieb mir dicht auf den Fersen (sie liebt Gemüse!).

Und das ist das Resultat:

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Ich gestehe, dass ich ein klein wenig enttäuscht bin. Auf Balkonien war das irgendwie einfacher. Vielleicht, weil ich es dort nicht mit der geballten Macht von Mutter Natur zu tun hatte +schiefgrins+ Schnecken, Vögel und sonstiges Getier, dass sich mit Vorliebe über meine kleinen Pflänzchen her gemacht hat.

Der Karfiol/Blumenkohl ist zum Beispiel komplett eingegangen. Das hatte ich mir jedoch schon gedacht, weil ich von der Zeit her viel zu spät dran war mit dem Einsetzen. Vom Ergebnis des Spinats und Mangolds bin ich schon enttäuscht, dass sich die Mistviecher von Schnecken (oder welches Getier auch immer – Ideen?) dran satt gefressen haben +grummel+ Grad, dass noch ein oder zwei Blättchen heile waren.

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Foto: Mangold und Spinat haben die Schnecken zum Fressen gern / (c) Der grüne Mami Blog

Bei den Karotten bin ich nicht sicher, ob sie noch länger im Topf bleiben sollen. Ich lass sie jetzt mal stehen und schau, was mit ihnen passiert. Oder was meint ihr?

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Foto: Minikarotten / (c) Der grüne Mami Blog

Als ich den Knollensellerie aus der Erde zog, kam mir die halbe Erde voll mit Wurzelballen entgegen. Ich hab die Pflanzerl zwar sauber gemacht, mich aber dann dazu entschlossen, sie erneut einzusetzen und abzuwarten, ob sie sich wieder verwurzeln und weiter wachsen. Der Geruch war jedenfalls traumhaft: Erde und typischer Wurzelknollengeruch 🙂

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Foto: Knollensellerie / (c) Der grüne Mami Blog

Einen kleinen Erfolg kann ich verbuchen: Die Stangensellerie sind hübsch geworden und sind dem Knollensellerie zum verwechseln ähnlich – jedenfalls vom Grünzeug her +lach+

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Jetzt muss ich sie nur noch sauber und mich schlau machen, wie ich sie haltbar machen kann. Habt ihr eine Idee dazu? Einfach waschen, klein schnippeln, in Tüten abpacken und einfrieren? Oder als Stangen einfrieren? Bitte um Input!!!

 

Tipps zum Tomaten anbauen im Kübel

Mein Artikel beruht auf meine Erfahrungen, die ich im Vorjahr beim Garteln gesammelt habe.

Der Frühling naht! Ambitionierten GärtnerInnen wie mich, juckt es schon in den Fingern 😉 Heute geht es um Tomaten oder Paradeiser, weil sie selbst angebaut einfach am besten schmecken 🙂

Das Datum der Eisheiligen ist für jeden Gärtner wichtig.

„Die Eisheiligen werden auch gestrenge Herren genannt und sind in Mitteleuropa meteorologische Witterungsregelfälle“, heißt es auf der Seite des kleinen Kalenders.

Erst mit Ablauf des letzten Tages der Eisheiligen bleibt das milde Frühlingswetter stabil und es besteht keine Gefahr mehr, vom Frost in der Nacht überrascht zu werden.

Die Eisheiligen sind von Mittwoch, 11. Mai bis Sonntag, 15. Mai 2016.

Ab Montag, 16. Mai 2016 dürft ihr also eure empfindlichen Tomatenjungpflanzen im Kübel an die Hauswand stellen 🙂

Paradeiser gibt es in allen möglichen Formen und Farben. Man muss sich nicht auf die kleinen Cherrytomaten beschränken, nur weil man einen Balkon hat.

Es sind ein paar Punkte zu beachten, dann klappt es mit dem Anbauen 🙂

Tomatenpflanzen brauchen Platz!

Anfangs mag ein kleiner Kübel ausreichen, aber die Pflanzen wachsen schnell und ihre Wurzeln greifen tief. 20 Liter ist daher ein Mindestmaß für euren Kübel. Weiter unten erkläre ich Euch, warum. Bei kleineren Sorten wie Cherrytomaten oder spezielle Arten für den Balkon, reicht natürlich auch ein weniger großer Kübel oder gar ein großzügiger Balkonkasten.

Beachtet die Tragelast eures Balkons! 

Ein 20 Liter großer Kübel mit nasser Erde und einer großen Tomatenpflanze wiegt so einiges! Erkundigt Euch lieber vorher, ob euer Balkon so eine Last aushält. Ich würde spontan „Ja“ sagen, bin aber auch kein Bauträger und habe keine Ahnung, wie viele Pflanzen ihr so am Balkon stehen habt 😉

Sorgt für Stütze!

Die Tomatenpflanze wird groß und breit. Sie braucht Stütze, damit sie nicht unter ihrem Eigengewicht zusammenbricht. Im Baumarkt oder Gartencenter gibt es dazu allerlei Utensilien. Stangen mit Kreisel, Spiralen oder eine Kombination aus langen Holzstäben, etwas Gartendraht und Klammern, können hilfreich sein, die Pflanze zu stützen.

Dieses Jahr würde ich mir Spiralen kaufen. Ich hab das schon mehrfach gesehen. Mir scheint, als könnten die Tomaten an Spiralen besonders gut wachsen. Einen Versuch ist es wert 🙂

Paradeiser mögen weder Wind, Regen noch Staunässe!

Die Pflanzen sind empfindlich, wenn es um starken Wind geht. Bei Regen oder Staunässe fangen entweder die Wurzeln oder die Blätter an zu faulen.

Es gibt unterschiedlichste Methoden, die Tomaten vor den Witterungen zu schützen.

Ich habe mir letztes Jahr aus dem Baumarkt Tomatenhauben besorgt. Das ist eine große Folie mit Löchern, die ich mit Gartendraht um eine Stange mit einem Kreisel herum befestigt habe.

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Aus heutiger Sicht keine besonders gute Lösung. Ich konnte kaum lüften, was Pilzerkrankungen zur Folge hatte.

Heute würde ich mir ein kleines Tomatenhäuschen selbst bauen. Sogar auf unserem Balkon mit weniger als ein Meter Platz in die Breite ist das möglich. Kreativität ist hier gefragt! Das Internet ist voll von Anregungen, zum Beispiel hier, hier, hier oder hier. Denn, Paradeiser brauchen zwar Schutz, aber auch eine sehr gute Luftzirkulation.

Tomaten brauchen viel helles Tageslicht!

Es muss nicht gleich der Südbalkon sein. Die Pflanzen brauchen jedoch viel Tageslicht und Wärme, damit sie gut wachsen können. Ein Balkon, der fast nur im Schatten ist, wäre daher kein idealer Standort.

Direkte Sonneneinstrahlungen an heißen Tagen sind für alle Pflanzen genauso schädlich wie für uns. Selbst Tomaten können Sonnenbrand bekommen! An solchen Tagen ist mehrfaches Gießen und Sonnenschutz ein MUSS.

Paradeiser lieben eine nährstoffreiche Erde und altes Gießwasser!

Tomaten sind Starkzehrer, also verbrauchen sie viele Nährstoffe, die zum Wachsen und Früchte ausbilden benötigt werden. Ich hatte letztes Jahr spezielle Tomatenerde UND einen organischen Langzeitdünger verwendet – mehrfach sogar. Das war ein ganz böser Fehler. Ich hab die Pflanzen überversorgt und damit mehr Schaden angerichtet, als zu helfen. Hier greift tatsächlich der Spruch: „Weniger ist mehr“.

Heuer benutze ich normale Pflanzenerde. Die Pflanzen versorge ich alle zwei Wochen mit einem organischen Flüssigdünger, den ich in das abgestandene Gießwasser gebe.

Ja, Tomaten lieben altes Wasser!

Wer auf dem Balkon irgendwie die Möglichkeit hat, Regenwasser aufzufangen, sollte das tun. Ich hatte sie bisher nicht, konnte mir aber auch anderweitig helfen. Ich habe mehrere Gießkannen, die es günstig im Baumarkt zu kaufen gibt. Eine große Kanne davon ist immer voll mit abgestandenem Wasser. Also, Gießkanne auffüllen und mehrere Tage stehen lassen. Tadadaaaa !

Schicht für Schicht zum Tomatenglück!

Ihr habt im Idealfall einen mindestens 20 Liter großen Kübel, einen zwei Meter hohen, stabilen Stab, ein Stück Schulgarn und eine starke Jungpflanze aus dem Gartencenter eures Vertrauens.

Das Loch unten am Boden des Kübels deckt ihr mit einer Tonscheibe ab und gebt ein wenig Blähton oder feinen Kies darauf. Das bildet eine dünne Drainageschicht, die verhindert, dass Erde heraus fällt. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass überschüssiges Wassers ablaufen kann.

Jetzt kommt normale Blumenerde hinein. Ihr müsst schon ein großes Loch für die Tomatenpflanze lassen.

Besonderer Tipp: Entfernt die untersten Blätter der Pflanze, also keine Blätter mit einbuddeln und legt die Pflanze schräg hinein! Das bewirkt, dass die Paradeiser Seitenwurzeln austreiben und sich damit noch besser mit Nährstoffe versorgen kann.

Tomaten schräg pflanzen

Zwischendurch die Blumenerde leicht andrücken.

Verbindet die Tomatenpflanze und den Stab mit dem Schulgarn, um ihr eine erste Stütze zu geben.

Lasst am Kübelrand ein paar Zentimeter Abstand fürs Gießen! Weiter oben hatte ich erwähnt, dass die Tomate es nicht mag, wenn ihre Blätter oder Früchte nass werden.

Paradeiser stehen ur gern in ihrem eigenen Mist! Lasst abgezupfte Blätter, verdorrte Blüten oder ausgegeizte Seitentriebe einfach liegen. Auch andere Gartenabfälle, wie zum Beispiel Rasenschnitt, mag die Tomate als Mulchschicht. Nur bitte keine kranken Blätter verwenden!

 

Auf gute Nachbarschaft!

Sie können sehr gut mit Tagetes (Studentenblume), Basilikum, Knoblauch, Petersilie, Spinat oder Schnittlauch.

Tomaten und Spinat

Achtet nur darauf, dass ihr nicht zu viel dazu pflanzt! Im oberen Bild hatte ich es zu gut gemeint 😉

Fehlschlag meines Indoor-Gardening-Experiments

Wie ihr Euch sicher erinnert, hatte ich den Ehrgeiz entwickelt, Samen in der Wohnung zu ziehen und über die kalte Jahreszeit für frisches Gemüse und Kräuter zu sorgen. Bis vor kurzem sah auch alles danach aus, als wäre mein Versuch von Erfolg gekrönt. Leider muss ich jetzt mein Indoor-Gardening-Experiment für gescheitert erklären.

Zu wenig Sonnenlicht war die Hauptursache, dass meine Pflanzen erst gelb wurden und dann die Blätter fallen ließen. Zudem hatten wir einen extremen Befall von Trauermücken, die ich auch mit gelben Klebestickern nicht in den Griff bekam. Das macht mich traurig, weil so viel Herzblut in mein Projekt geflossen ist.

Ich frage mich, wie es dann die großen Firmen in ihren Gewächshäusern hinbekommen, dass trotz der kalten Jahreszeit erfolgreich Pflanzen gezogen werden können, die gar nicht Saison haben. Ist wohl eine Frage der Ausrüstung. Ich habe gelesen, dass es spezielle Lampen für Pflanzen gibt.

Tja, ich mag wohl einen Schritt zurück gemacht haben, aber davon lasse ich mich nicht unter kriegen 😉 Ich werde mich noch weiter in das Thema einlesen und besorge vielleicht ein Mini-Gewächshaus sowie eine Pflanzenlampe. Das heißt, ich fange noch einmal ganz von vorne an, jedoch im ganz kleinen Stil.

Natürlich halte ich Euch darüber auf dem Laufenden. Schließlich muss das doch als Normalsterblicher irgendwie auch gelingen!

Herbstgrüße vom Hochbeet am Balkon

Einen wunderschönen guten Morgen,

man merkt richtig, dass es Herbst ist. Die Pflanzen wachsen ganz gemächlich vor sich hin, so dass ich kaum etwas Neues berichten kann. Innerhalb unserer vier Wände lassen sich die Pflanzen ebenfalls Zeit mit ihrem Wachstum, bis auf die Kletterzucchini. Für die scheint es immer noch Sommer zu sein +gg+ aber seht selbst …

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Foto: Kletterzucchini / © Der grüne Mami Blog

Die Buschtomate ist nicht mehr als solches zu erkennen, weil ich die kaputten Blätter entfernt habe. Zudem hat sie ein neues Gerüst bekommen, damit die schweren Früchte besser gestützt werden. Ansonsten scheint es ihr nach wie vor gut zu gehen. Sogar neue Blüten hat sie an der Spitze ausgetrieben.

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Foto: Buschtomate / © Der grüne Mami Blog

Am Hochbeet hat sich für Außenstehende vielleicht wenig getan. Für mich dagegen hat sich einiges verändert. Die Karotten und den Porree habe ich vereinzelt. Ingesamt sind es jetzt 16 Möhrenpflänzchen und sechs unscheinbare Porreestängelchen.

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Foto: Winterkarotten und Porree / © Der grüne Mami Blog

16 Radiepflanzerl wachsen langsam vor sich hin. Zwei Winterkopfsalatsätzlinge habe ich in der Wohnung vorgezogen und sie dann ins Hochbeet gesetzt. Irgendein Gemüse wächst zwischen den Radies. Ich bin mir noch nicht schlüssig, ob es Spinat oder Winterkarotten sind +g+ Die Dillsamen haben sich auch zu einem prächtigen Pflänzchen entwickelt.

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Foto: Radieschen und Winterkopfsalat / © Der grüne Mami Blog

In den beiden folgenden Beeten wachsen je neun Spinatpflänzchen und vorne dran sitzt noch der Mangold vom Frühjahr. Der kleine Schnittlauch im ersten Beet kann sich noch nicht entscheiden, ob er weiter wachsen möchte oder nicht.

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Foto: Winterspinat und Mangold I / © Der grüne Mami Blog

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Foto: Winterspinat und Mangold II / © Der grüne Mami Blog

Im Herbst noch Erdbeeren ernten zu können, kann schon etwas Feines sein. Es nützt jedoch nichts, wenn die Früchte zu wenig Sonne abbekommen. Denn dann schmecken sie sauer.

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Foto: Erdbeerbeet / © Der grüne Mami Blog

Im letzten Beet habe ich auch die Winterkarotten vereinzelt und vorne dran kommen endlich die Petersilwurzelpflänzchen zum Vorschein. Dazwischen wächst Ringelblume.

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Foto: Winterkarotten und Petersilwurzel / © Der grüne Mami Blog

Die Tayebeere habe ich Ende August aus Wien mitgebracht und sie zu Hause zurück geschnitten. Heute ist aus ihr ein kleiner Strauch geworden.

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Foto: Tayebeerenstrauch vom September / © Der grüne Mami Blog

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Foto: Tayebeerenstrauch heute / © Der grüne Mami Blog

So langsam lassen sich vereinzelt auch Pflänzchen des Pflücksalats blicken. Ich bin gespannt, ob das noch was wird.

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Foto: Pflücksalat / © Der grüne Mami Blog

Der Feldsalat scheint dagegen gut zu wachsen, aber ich habe das Gefühl, er müsste so langsam vereinzelt werden. Ich habe damit noch gewartet, weil die Pflänzchen so klein sind und ich Angst habe, sie kaputt zu machen.

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Foto: Feldsalat / © Der grüne Mami Blog

Ernte

Heute gibt es nur einen Blitzbeitrag von mir.

Unser kleines Erdbeerfeld war für unsere Verhältnisse sehr ertragreich und auch unsere Buschtomate hat viele Früchte abgeworfen. Hier seht ihr das Resultat 🙂

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Foto: Erdbeerfeld / © Der grüne Mami Blog

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Foto: Tomatenbäumchen / © Der grüne Mami Blog

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Foto: Reiche Ernte / © Der grüne Mami Blog

Übrig geblieben sind gerade mal drei Tomaten. Meine beiden Naschkätzchen hätten auch die gegessen, aber sie sind noch nicht ganz reif 😉

Leider habe ich es versäumt, Vorher-/Nachher Fotos von meinem Mikro-Kressebeet zu machen. Wider erwarten sind die nämlich in die Höhe geschossen. Ich habe leider nur noch ein Drittel davon, weil der Rest auf meinen Broten gelandet ist 😀