Zu viele DIY Projekte? Dieser Fahrplan hilft.

Habt ihr, besonders zur Vor-Adventszeit, auch zu viele DIY Projekte, an denen ihr arbeitet? Gerade habe ich nämlich schöne Sätze gelesen, die gut dazu passen …

* Mach eine Sache nach der anderen.

Auch ich sollte mir die Worte hinter beide Ohren schreiben ;-). Denn, ich hab gefühlte 25 Projekte gleichzeitig laufen – sei es Häkeln, Stricken, Nähen oder Bastelarbeiten oder sonstige DIY Dinge. Noch dazu kommen ständig neue Ideen dazu! Das wird auf Dauer zu viel, weil es soll ja Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Findet ihr nicht auch?

Mir hat es geholfen, einen Fahrplan zu machen, um nicht den roten Faden und die Freude am Ausleben meiner Kreativität zu verlieren. Erst heute hab ich Stift und Block zur Hand genommen und mir mal alles aufgeschrieben, was ich gerade tue und was ich noch tun möchte. Um für mich die Übersicht zu behalten, hab ich das nach Näh- und Handarbeitsprojekte eingeteilt. Danach habe ich mir überlegt, was wir in den nächsten Tagen und Wochen für Termine haben und ob Festlichkeiten anstehen. Bei uns ist beispielsweise der November voll mit Geburtstagen und der Advent steht schon vor der Tür.

Natürlich habe ich mir auch Gedanken gemacht, ob ich überhaupt etwas selber machen möchte oder nicht. Der Adventskalender meiner Mädchen aus gehäkelten Säckchen darf dieses Jahr wieder ran, also hab ich damit keine Arbeit 😉

Daher haben wir einfach ein paar Tage vor einem Event oder Geburtstag uns nachmittags (oder ich am Abend) hingesetzt und mit viel Herzblut Dinge kreiert. Dazwischen, und auch weil wir das so gern machen, haben wir immer wieder mal für die Adventszeit gebastelt (oder ich genäht) und so konnten wir am vergangenen Wochenende schon unsere ersten Werke in unserer Wohnung anbringen (Extra Beitrag + Fotos folgen noch).

Sicher, auch ich habe meine UFOs (= UnFertige (Näh-) Objekte) bei mir herum liegen, die aber eben noch warten müssen, bis sie dran sind. Eins nach dem anderen, dafür langsam und bewusst zu Ende bringen 🙂

Ich hoffe, dass mein Beitrag Euch bei eurer Planung ein wenig unterstützen konnte.

 

Seid lieb gegrüßt 🙂

Eure Paula

DIY: Spardose basteln

Voller Stolz präsentiere ich Euch meine erste selbst gebastelte Spardose. Warum ich nicht einfach eine im Laden gekauft habe? Dem liegt eine Geschichte zu Grunde.

Ich war mit meinen Kindern beim Einkaufen. Meine Fünfjährige wollte unbedingt mal selbst etwas Kaufen, darum gab ich ihr zwei Euro. Voller kindlicher Begeisterung wollte sie von dem Geld nicht nur sich, sondern auch ihrer kleinen Schwester etwas Besonderes gönnen. Ich beschloss, auch das Pfandgeld dazu zu legen. Mit drei Euro und ein paar zerquetschten Cent machte sich meine Lilifee auf und studierte die Preisschilder.

Hier und da fragte sie bei mir nach, wägte ab und verwarf ihre Ideen wieder. Mal landete etwas im Einkaufswagen, dann nahm sie es doch wieder heraus. Bei den Seifenblasen und Playmobilspielzeugen sah sie sich die Schilder genau an. Voller Empörung sagte sie, dass die Preise ja Wucher seien! Sie könne gerade mal sich etwas leisten, jedoch hätte ihre Schwester nichts davon. Schmunzelnd beobachtete ich ihre Reaktion, sagte jedoch nichts.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden im Laden hatte sie das perfekte Produkt gefunden. Sie kaufte eine Packung Wassereis. Darin waren acht Stück enthalten und kosteten 2,90 EUR. Lilifee war höchst zufrieden. Sie meinte, davon könnten beide vier Mal Eis essen und sie hätte auch noch Restgeld übrig! Das wäre das beste Geschäft. Ich kicherte in mich hinein.

An der Kasse durfte sie ihre Ware abgetrennt von unserem Einkauf auf das Band legen. Stolz gab sie der Verkäuferin die Bons und das Geld. Die Dame lächelte ihr zu, als sie Lilifee das Restgeld gab. Meine Große strahlte über das ganze Gesicht. Ich war mächtig stolz auf sie.

Auf dieser Grundlage beschloss ich, dass Lilifee ein handgefertigtes Geschenk verdient hätte. Und so bastelte ich ihr heute die vorher genannte Spardose.

Gerade war ein Glas Marmelade leer geworden. Nachdem ich das Einmachglas sauber gemacht hatte, nahm ich ein großes Messer und klopfte mit Hilfe eines Holzschraubenziehers vorsichtig einen Schlitz in den Deckel.

Die scharfen Kanten glätte ich mit geliehenen Feilen so lange, bis ich den Finger durchstecken konnte, ohne mich zu verletzen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, wickelte ich um die Öffnung noch starkes Klebeband.

Als nächsten Schritt nahm ich den Bastelkleber meiner Kinder und durchsuchte ihren Papierstapel. Darin fand ich Transparentpapier und wickelte es um den Deckel.

So machte es nicht viel her und war auch viel zu dünn. Die Mädchen hatten auch dickeres buntes Papier übrig, womit ich den Deckel noch verschönern konnte.

Vielleicht erinnert ihr Euch noch an meinen Beitrag, in dem ich Euch den gehäkelten Bezug für den Trinkbehälter meiner Mädchen vorgestellt hatte?

Bezug für Kerzen_Getränke

Foto: Bezug / © Der grüne Mami Blog

Genau diesen Bezug hab ich mit ein paar einfachen Häkelreihen verlängert und am Glasrand enger gearbeitet.

Spardose_11

Foto: gehäkelter Bezug / (C) Der grüne Mami Blog

Spardose_12

Foto: gehäkelter Bezug / (C) Der grüne Mami Blog

Zu guter Letzt hab ich etwas gebraucht, womit leicht zu erkennen ist, dass es IHRE Spardose ist. Wir haben noch eine Menge von den Buchstaben aus Schaumstoff übrig, die super gut kleben. Damit habe ich ihren Namen auf das Glas „geschrieben“.

Spardose_13

Foto: DIY Spardose / (C) Der grüne Mami Blog

Das Wort „Spardose“ wäre einmal um das Einmachglas gewandert, deshalb hab ich es weg gelassen. Lilifee weiß auch so ganz genau, wofür ihr Geschenk ist. Morgen gebe ich es ihr. Ich bin gespannt, wie sie darauf reagiert 🙂